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Pressestimmen




Gesundheit und Wellness Hamburg

Katrin Hainke, Bettina Schaefer, André Chales de Beaulieu. Umschau Verlag, September 2010: ISBN: 987-3-86528-458-7

Darin enthalten ist ein interessanter Bericht über mich und mein Unternehmen. Es werden Hintergründe und Wirkungsweisen von Entspannungsverfahren und Stressmanagement vorgestellt.

Im Jahr 2010 zeichnete das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Hansestadt Hamburg als „Gesundheitsregion der Zukunft“ aus.

Innovative Therapien und traditionelle fernöstliche Heilmethoden, Anti-Aging-Verfahren und individuelle Ernährungskonzepte unterstützen im Zusammenspiel mit Wohlfühlangeboten eine gute körperliche Verfassung, allgemeines Wohlbefinden und emotionale Zufriedenheit. In zahlreichen Gesprächen mit engagierten Ärzten und Heilpraktikern, Therapeuten und Technikern im gesundheitlichen Bereich sind für dieses Buch Porträts entstanden, die das breite Spektrum medizinischer Möglichkeiten in Hamburg bis hin zu regenerativen Wellnessoasen vorstellen.


Zitat S.40:In ihrer Freizeit malt Annette Schwörer – um Kraft und Energie aufzutanken und zur Entspannung. Aus ihrer Berufspraxis weiß die Inhaberin von Kompetenzen und Stärken: Für nachhaltige Entspannung gibt es ebenso wenig ein universelles Rezept wie für die Bewältigung von Stress. Die Mittel und Wege zu einem entspannten Umgang mit Belastungssituationen sind so individuell wie ihre Klienten, mit denen sie sie im Rahmen von Seminaren und durch Coaching erarbeitet.

Für Sie - Sonderheft alternative Heilmethoden

In der Für Sie erschien im September 10 ein 60-seitiges Sonderheft zum Thema Alternative Heilmethoden.
Darin enthalten ist ein kleiner Selbsttest: Welche Therapieformen helfen mir gegen meine Nackenverspannungen?
Es werden folgende Methoden vorgestellt: Akupunktur, Thalasso und Progressive Muskelentspannung.
Über die Progressive Muskelentspannung wird dann über den Ablauf eines Trainings bei mir berichtet.

Progressive Muskelentspannung

Was wurde ausprobiert?
Progressive Muskelentspannung lernt man am besten in der Gruppe. Ich habe mich für einen Kurs von Annette Schwörer in Hamburg (www.kompetenzen-staerken-annette-schwoerer.de) entschieden. Sie ist Coach für Gesundheit und Beruf, bietet auch Meditation, Stressmanagement und autogenes Training an. Wir sind an diesem Abend zu dritt: Mit mir wollen zwei Männer lernen, wie man Alltagsstress hinter sich lässt. Sie leiden unter Schlafstörungen, Verspannungen, Zähneknirschen.

Wie fühlt sich die Behandlung an?
Schnell kommen wir ins Gespräch, das wird von der Trainerin gefördert. Am Anfang soll jeder von seinen Beschwerden berichten. „Vor ein paar Tagen musste ich einen komplizierten Text am Computer lesen“, erzählt Andreas, „ich habe richtig gemerkt, wie sich meine Nackenmuskeln verkrampften und die Kopfschmerzen kamen.“ Unser Coach lobt: „Das ist gut und eines der Ziele: Den Körper besser wahrnehmen, um schon im Vorfeld gegen Verspannungen vorzugehen.“ Wir dürfen es uns gemütlich machen, legen uns auf Matten, haben ein Kopfkissen und die Beine und Füße auf Sitzsäcken hochgelegt. Die Stimmung ist locker. Ich schließe die Augen und lausche der ruhigen Stimme der Trainerin. „Mach Dir bewusst, wie Du da liegst. Geh’ durch Deinen Körper und suche nach Anspannungen.“ Dann folgt die erste Übung. Wir spannen die einzelnen Muskelgruppen an, erst das Gesicht, dann Nacken, Rumpf, beide Beine und Arme und lockern sie anschließend wieder.

Welche Wirkung hatte die Therapie?
Erst kann ich mich nicht recht konzentrieren: Was ist heute noch zu erledigen? Muss ich etwas einkaufen? Mit der Zeit spüre ich, wie sich meine Gedanken lösen. Ich fühle mich schwer und träge. Durch das bewusste Anspannen der Nackenmuskeln merke ich noch deutlicher meine Verspannungen. Die Stunde vergeht wie im Flug. Hinterher bin ich relaxed, aber mir ist auch klar: Progressive Muskelentspannung erfordert Disziplin und für Anfänger tägliches Üben. Die Belohnung ist das ungewohnte Gefühl echter Tiefenentspannung. (Bruntje Thielke, freie Journalistin)

Bewertungen

Manager Seminare, Redaktion Trainerlink, die besten Adressen im Weiterbildungs Web.
Ausgezeichnet mit sehr gut von der Redaktion am 16.02.2009.

Elternzeit von Autorin Nora Imlau, erschienen 2013 in Eltern

Endlich entspannen - Wie gestresste Eltern abschalten können.

Folge 5: Energie tanken
Elternsein ist eine verflixt kraftraubende Angelegenheit. Pausen zum Entspannen und Krafttanken kommen dabei oft zu kurz. ELTERN-Autorin Nora Imlau, Mutter einer Drei- und einer Fünfjährigen, hat sich deshalb auf die Suche gemacht nach Energiequellen, die sich selbst im stressigsten Familienalltag anzapfen lassen. Und hat sie gleich selbst ausprobiert.

Als meine Kollegin Nina anruft, bin ich gerade total im Stress. Meine Artikel sind nicht so weit, wie sie sein sollten, meine Große entwickelt gerade eine Mittelohrentzündung, und meine Kleine hat gleich Ballettunterricht, doch ihre Schläppchen sind mal wieder unauffindbar. Ich fühle mich überfordert und erschöpft und frage mich, wie ich die verbleibenden Stunden bis zur Bettgehzeit nur überstehen soll – es ist nämlich erst halb vier, und mein Mann ist passenderweise gerade auf Geschäftsreise. Als Nina fragt, ob ich nicht mal Lust hätte einen Artikel darüber zu schreiben, wie junge Eltern Kraft und Energie tanken können, muss ich lachen: Na, da hast du dir ja die Richtige ausgesucht! Doch dann denke ich: Warum nicht? Vielleicht finde ich ja meiner Recherche den ultimativen Trick heraus, wie ich alles haben kann: Eine Familie, einen Haushalt, einen Job – und jede Menge Energie, um all das entspannt zu stemmen.
Einige Tage später sitze ich bei einer leckeren heißen Schokolade Annette Schwörer gegenüber. Die Hamburger Diplom-Pädagogin hat sich darauf spezialisiert, Menschen auf ihrem individuellen Weg zu innerer Ruhe und Kraft zu unterstützen - so habe ich es auf ihrer Website gelesen. Eine gesunde Balance zwischen Anstrengung und Entspannung zu finden, sei das ganze Geheimnis, sagt Frau Schwörer. Klingt einfach, ist im Alltag aber gar nicht so leicht umzusetzen, erst recht nicht als berufstätige Mutter zweier kleiner Kinder. Das weiß auch Frau Schwörer. Und sagt trotzdem ganz klar: Den Stress einfach auszuhalten, ist auch keine Lösung. Denn Stress bedeutet eben nicht nur, einfach ein bisschen viel auf einmal zu jonglieren. Sondern eine körperliche Belastung, die auf Dauer richtig krank machen kann. Ich denke an die vielen Momente, in denen mein Puls hochschnellt, weil mir einfach alles über den Kopf zu wachsen scheint, und rühre betroffen in meinem Kakao. Doch jetzt hat Frau Schwörer zum Glück noch eine richtig gute Nachricht auf Lager: Um mein persönliches Stresslevel zu senken und neue Kraftquellen zu erschließen, braucht es weder teure Kurse noch langes Training. Schon kleine Veränderungen im Alltag reichen, um immer wieder neue Energie zu tanken. Und das Beste: Ich kann sofort damit loslegen.
Die erste Energiequelle: Achtsam essen und trinken
„Na, wie schmeckt die heiße Schokolade?“, fragt Frau Schwörer. Sehr fein. Süß und cremig. Leider nehme ich das erst jetzt so richtig wahr, wo meine Tasse schon fast leer ist. Den Rest habe ich fast ohne es zu merken ausgetrunken, während ich zugehört und Notizen gemacht habe. Das sei ganz typisch, meint Frau Schwörer: Wir essen und trinken nebenbei und unterwegs, vor dem Bildschirm oder beim Zeitunglesen, achtlos und meist viel zu schnell. Dabei sind Lebensmittel unsere wichtigste Energiezufuhr! Was wir zu uns nehmen, hat unmittelbaren Einfluss auf unser Körpergefühl: Wer zu wenig trinkt, spürt zwar oft keinen Durst, fühlt sich aber matt und abgeschlagen. Zucker gibt hingegen einen richtigen Energie-Kick, der aber nicht lange anhält. Und ein warmes, in Ruhe genossenes Mittagessen trägt anders durch den Tag als ein zwischen Tür und Angel verschlungenes Sandwich. Und das hat nicht nur mit dem Nährwert zu tun. Mahlzeiten bewusst und ohne Ablenkung zu genießen, ist auch eine wichtige Kraftquelle im Alltag. Ich fühle mich ertappt: Das Frühstück fällt bei mir meistens aus, weil ich morgens keinen Bissen runterkriege. Kriege ich dann irgendwann Hunger, ist mein Mittagessen meist irgendein Fertiggericht. Während ich esse, läuft der Fernseher, weil es sonst so still ist. Immerhin: Abends essen wir alle vier zusammen, und das genieße ich dann auch. Doch jetzt probiere ich etwas Neues: Am Wochenende kochen wir dreifache Portionen und frieren die Reste ein. Aus diesem Vorrat bediene ich mich nun mittags unter der Woche. Ich setze mich an unseren Küchentisch und versuche, mich ganz bewusst darauf zu konzentrieren, wie mein Essen schmeckt, wie es riecht, wie es mich Gabel für Gabel sättigend. Fühlt sich ungewohnt an, aber gut. Und morgens gibt es für mich nun zumindest einen Tee und einen leckeren Smoothie.
Die zweite Energiequelle: Mehr Bewegung
Wer sich fit fühlen will, muss aktiv sein. So einfach ist das. Ich finde mich allerdings schon ziemlich aktiv – meine Töchter halten mich nämlich ganz schön auf Trab. Ich gehe mit ihnen in den Park, oder auf den Spielplatz, oder ins Schwimmbad. „Und schwimmen Sie dann da auch?“ Nein, natürlich nicht. Meine Kinder haben noch kein Seepferdchen. Heißt: Im Schwimmbad gehe ich durchs Nichtschwimmerbecken und halte zwei schwimmflügelflatternde Nachwuchs-Meerjungfrauen über Wasser. Welchen Sport ich denn dann mache? „Gewichtheben“, sage ich. Meine Dreijährige lässt sich nämlich nach dem Schwimmen gerne auf den Schultern nach Hause tragen. Doch die schnöde Wahrheit ist: Mit dem Sport und mir ist das so eine Sache. Unsere Beziehung zueinander ist, um es vorsichtig auszudrücken, belastet. Ich bewege mich zwar gerne, doch sobald es um irgendeine organisierte Leibesertüchtigung geht – Ballspiele, Leichtathletik, solche Dinge – klinke ich mich lieber aus, bevor meine Unsportlichkeit noch einer Mannschaft ihren Sieg kostet. Die Erleuchtung kommt mir dann ausgerechnet im Gemeindesaal der katholischen Kirche, wo ich meinen Töchtern beim Ballettunterricht zugucke. Fröhlich sehen sie aus und gelöst, und sie bewegen sich anscheinend genauso gerne zu Musik wie ich. Moment mal – warum tanzen eigentlich meist nur kleine Mädchen Ballett? Eine Woche später habe ich meine erste Ballettstunde seit über 15 Jahren – ohne Tütü, aber stilecht mit schwarzen Lederschläppchen. In meiner Gruppe: Lauter Frauen zwischen 20 und 60, viele davon Mütter, die einfach mal wieder was für sich tun wollen. Was haben wir für einen Spaß! Am Ende bin ich nass geschwitzt, spüre sämtliche Muskeln – und will unbedingt wiederkommen.
Die dritte Energiequelle: Neues wagen
Neue Essgewohnheiten, neues Hobby – ich bin ganz euphorisch, wohin mich meine Suche nach Energiequellen im Alltag geführt hat. Und genau dieses Glücksgefühl ist ein weiterer wichtiger Weg, Kraft zu tanken: Wer immer wieder etwas anderes probiert, statt in den ausgetretenen Pfaden zu bleiben, fühlt sich lebendiger. Der Grund: Jeder Reiz, den unser Gehirn noch nicht kennt, ist ihm eine willkommene Herausforderung. Denn wir Menschen sind dazu gemacht, lebenslang zu lernen. Tun wir das nicht, schalten wir innerlich auf Leerlauf, und genauso fühlen wir uns dann auch. Lernen wir aber etwas Neues, belohnt uns unser Gehirn, indem es Glückshormone ausschüttet, die uns dazu ermuntern sollen, noch mehr zu lernen. Ein Trick, der funktioniert: Nachdem mir das Ballett so viel Spaß macht, schnuppere ich nun auch in die anderen Kurse meiner Tanzschule hinein. Ob Tango oder Capoeira – ich probiere es einfach mal aus! Und auch mein Mann und ich nutzen die Abende, in denen unsere Babysitterin da ist, nicht mehr automatisch zum Kinobesuch, sondern gehen mal ins Konzert, mal in die lange Nacht der Museen, mal zum Schaufenstergucken in die glitzernde Shoppingwelt der Innenstadt, um die wir sonst einen weiten Bogen machen. Unsere neuste Entdeckung: Impro-Theater. Ein Riesenspaß zum Zugucken – und garantiert immer etwas Neues!
Die vierte Energiequelle: Erfolgserlebnisse
Dann kommt, ganz unverhofft, der Belastungstest. Diesmal ist es die Kleine, die krank wird. Ihre Erzieherin ruft aus dem Kindergarten an: Verdacht auf Magen-Darm-Grippe, bitte sofort abholen. Auf dem Rückweg bleibt dann plötzlich der Bus stehen: Motorenprobleme, alle aussteigen. Habe ich bereits erwähnt, dass mein Mann gerade wieder auf Geschäftsreise ist? Jedenfalls: Ich stehe also irgendwo im Nirgendwo und schiele auf die Uhr. In 20 Minuten muss die Große von der Schule abgeholt werden. Kein Taxi weit und breit, dafür ein immer blasser werdendes Kind, das flüstert: „Ich glaub‘, ich muss gleich spucken!“ Natürlich bin ich gestresst. Sehr sogar. Aber es ist kein verzweifelter, erschöpfter Stress, sondern ein produktiver. In Windeseile organisiere eine Schüssel für meine Kleine und eine Freundin, die die Große von der Schule abholen kann. Wir treffen uns dann vor unserer Haustür, ich stecke die Kleine ins Bett, die Große macht am Küchentisch ihre Hausaufgaben, und ich denke: Gut gemacht! Es ist ein Erfolg, der mich beflügelt, genau wie meine erste gelungene Pirouette beim Ballett. Sich einer schwierigen Aufgabe stellen und sie dann hinkriegen – auch das setzt ungeahnte Kräfte frei.
Um es ganz klar zu sagen: Ich finde mein Leben immer noch ziemlich oft ziemlich anstrengend. Alles andere wäre glaube ich auch unrealistisch, wenn der Tag morgens um halb sieben mit der vehementen Cornflakes-Forderung einer Dreijährigen beginnt und nach einer kleinen Weltreise zum Kindergarten und zurück, nach Stunden am Schreibtisch und auf dem Spielplatz, im Schwimmbad und im Supermarkt noch lange nicht vorbei ist. Auch in schlafe abends oft beim Vorlesen der Gute-Nacht-Geschichte ein, natürlich. Aber: Ich kann an jedem noch so anstrengenden Tag zwischendrin auch immer wieder neue Kraft schöpfen. Und brauche dafür im Zweifelsfall nichts anderes als zehn Minuten für mich und eine Tasse heißen, süßen Kakao.
II. Energie tanken – das hilft wirklich!
Die Kraft der Sonne: Der einfachste Weg zu mehr Energie lautet schlicht und einfach: Jeden Tag rausgehen. Der Grund: Sehen unsere Augen Tageslicht, setzen sich automatisch verschiedene biochemische Prozesse im Körper in Gang, die unseren Tag-Nacht-Rhythmus regulieren. Die Folge: „Wenn wir tagsüber viel Licht bekommen, schlafen wir nachts besser und sind am Tag wacher“, erklärt die Neurobiologin Mirjam Münch von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne. Für diesen Effekt genügt ein regelmäßiger einstündiger Spaziergang bei Tageslicht – das seine Wirkung selbst dann nicht verfehlt, wenn der Himmel wolkenverhangen ist.
Rituale für Große: Bei unseren Kindern achten wir ganz selbstverständlich darauf, dass sie nicht ohne ihr Abendritual ins Bett müssen. Denn wir wissen: Das beruhigt, entspannt und gibt Sicherheit. Grund genug, auch Rituale für Eltern einzuführen. Ob morgendliche Zeitungslektüre oder abendliches Tagebuchschreiben – wiederkehrende Abläufe lindern auch bei Erwachsenen den Stress.
Lob des Strickens: Optimal zum Krafttanken ist eine so genannte repetitive Tätigkeit, bei der die Hände etwas zu tun haben, ohne dass der Kopf ständig dabei sein muss. Sockenstricken gehört dazu. Während sich Masche an Masche reiht, können die Gedanken schweifen – oder ganz zur Ruhe kommen.
Auspowern mit Kind: Ein Sportkurs scheitert für viele Babymütter vor allem an einem Problem: Sie können oder wollen ihr Baby nicht allein lassen. Die Lösung: Kangatraining! Dabei trägt die Mutter ihr Baby nämlich – ganz ähnlich wie eine Kängurumama – direkt am Körper, während sie bei einem Fitnessprogramm speziell für Frauen nach einer Geburt Energie tankt. (www.kangatraining.com)
Auspowern ohne Kind: Klassische Fitness-Kurse für Frauen sind oft ziemlich spaßbefreit: Liegestützen, Sit-Ups, Hanteltraining – um dafür seinen einen freien Abend in der Woche dranzugeben, braucht es viel Selbstdisziplin. Anders beim Zumba: Hier wird getanzt, gelacht, gefeiert – und ganz nebenbei ein äußerst effektives Fitnesstraining gemacht. (www.zumba.com)
Meditation: Zur Ruhe kommen, die innere Mitte finden, neue Kraft schöpfen: So wunderbar wirkt Meditation. Für alle, die wenig Lust haben, sich mit der Theorie zu befassen, sondern einfach drauflos entspannen wollen, empfiehlt sich das Buch „Crashkurs Meditation“ von Maren Schneider. (GU, 14,99 Euro, mit CD).
Entspannungskurse: Wer von einem Profi lernt, wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung funktioniert, kann diese Entspannungstechniken ein Leben lang gezielt einsetzen, um Stresssituationen die Spitze zu nehmen. Der gesundheitsfördernde Effekt ist dabei nachgewiesen – deshalb erstatten gesetzliche Krankenkassen auch bis zu 80% der Kurskosten.
Soulfood: Schokolade macht glücklich. Aber nicht, weil sie winzige Mengen des Glückshormons Serotonin enthält (auch wenn das immer wieder behauptet wird). Sondern einfach, weil sie so gut schmeckt. Hirnscans zeigen: Essen wir etwas mit besonderem Genuss, wird in unserem Gehirn das Belohnungszentrum aktiviert – und das schenkt Energie. Heißt: Schokolade macht genauso glücklich wie jedes andere Lieblingsessen auch.
III. In die Tonne damit!
In die Tonne mit …
Aktionismus. Babyschwimmen, Mutter-Kind-Yoga, Musikgarten. Ständig auf Achse, bloß nicht zu spät kommen, und ja den Mittagsschlaf richtig timen. Wenn Muetter sich den Kalender so voll packen und ständig von Termin zu Termin hetzen, steckt oft ein ganz anderes Problem dahinter: Eine innere Leere, die durch permanentes Programm übertüncht warden soll. Die Folge: Immenser Stress, und zwar sowohl für die Mutter als auch fürs Kind. Das hilft: Einen Gang zurück schalten und sehen, woher die Rastlosigkeit tatsächlich rührt, vielleicht auch mit psychologischer Hilfe.
Selbstaufopferung. “Hauptsache, meinen Kindern geht es gut!” Vor allem Mütter tappen oft in die Falle, ihre eigenen Bedürfnisse stets hinten an zu stellen. Doch um im Alltag Energie zu haben, müssen wir uns immer auch gut um uns selbst kümmern –das kommt auch unseren Kindern zugute.
Handygedaddel. Simsen, surfen, spielen – damit überbrücken wir im Alltag oft selbst kleinste Pausen. Die wären für unseren Körper aber eigentlich zum Entspannen wichtig. Und das geht nur, wenn nicht dauernd neue Reize auf uns einstürmen.
Zigaretten. Rauchen entspannt, sagen Raucher. Doch die Wahrheit ist: Es fühlt sich nur entspannend an, weil das Verlangen nach der nächsten Zigarette den Körper stresst – und dann der erste Zug diesen Stress lindert. Wirklich fit macht aber nur eins: Aufhören!
Schlafmangel. Der Rat klingt für viele junge Eltern zynisch – schließlich würden sie ja gern mehr schlafen, wenn sie ihr Baby denn ließe. Doch Schlafmangel ist der Energiefresser schlechthin, weshalb Eltern gut daran tun, den eigenen Schlaf zur Priorität zu erklären. Also: Früh ins Bett gehen. Nah beim Baby schlafen, um nachts nicht aufstehen zu müssen. Und tagsüber mitschlafen, statt den Haushalt zu machen. Besonders gut schläft es sich übrigens in einem aufgeräumten Schlafzimmer bei gekipptem Fenster (so lange es draußen nicht gerade Minusgrade hat).
Chaos überall. Eine perfekt aufgeräumte Wohnung ist mit kleinen Kindern praktisch nicht zu haben. Doch wenn in jedem Raum Chaos herrscht, schlägt sich das oft aufs Wohlbefinden nieder – wo alles kreuz und quer herumliegt, lässt es sich für viele nur schwer entspannen. Gute Idee: Einen Raum zur kinderfreien Zone deklarieren, so dass man ab und zu die Unordnung einfach hinter sich lassen und sich dorthin zurückziehen kann.
Endlosgrübeln. Nachdenken ist eine gute Sache. Aber wenn sich abends die Gedanken in Endlosschleife drehen, kommt dabei meist keine Lösung heraus, sondern nur Stress. Gute Gegenstrategie: Sich jeden Gedanken als eine Wolke am Sommerhimmel vorstellen. Man sieht sie kommen, man guckt sie sich einmal genau an, und dann lässt man sie weiterziehen. Klingt ein bisschen albern, hilft aber tatsächlich.
Frustfuttern: Wer sich ausgebrannt fühlt, greift oft zu Süßigkeiten und Chips, um die innere Leere zu füllen. Und fühlt sich danach noch schlechter. Wirksame Gegenstrategie: Ungesunde Snacks nicht Großpackungen kaufen – wenn einfach nicht mehr als eine kleine Tüte Gummibären im Haus ist, kann auch der größte innere Schweinehund nichts ausrichten.




Der Druck muss weg - von Petra Sperling AOK

erschienen in vigo Gesundheit, das Kundenmagazin der AOK Rheinland/Hamburg, zum 5-6-seitigen Titelthema der Ausgabe 1.2013.

Folge 5: Energie tanken
Elternsein ist eine verflixt kraftraubende Angelegenheit. Pausen zum Entspannen und Krafttanken kommen dabei oft zu kurz. ELTERN-Autorin Nora Imlau, Mutter einer Drei- und einer Fünfjährigen, hat sich deshalb auf die Suche gemacht nach Energiequellen, die sich selbst im stressigsten Familienalltag anzapfen lassen. Und hat sie gleich selbst ausprobiert.

Als meine Kollegin Nina anruft, bin ich gerade total im Stress. Meine Artikel sind nicht so weit, wie sie sein sollten, meine Große entwickelt gerade eine Mittelohrentzündung, und meine Kleine hat gleich Ballettunterricht, doch ihre Schläppchen sind mal wieder unauffindbar. Ich fühle mich überfordert und erschöpft und frage mich, wie ich die verbleibenden Stunden bis zur Bettgehzeit nur überstehen soll – es ist nämlich erst halb vier, und mein Mann ist passenderweise gerade auf Geschäftsreise. Als Nina fragt, ob ich nicht mal Lust hätte einen Artikel darüber zu schreiben, wie junge Eltern Kraft und Energie tanken können, muss ich lachen: Na, da hast du dir ja die Richtige ausgesucht! Doch dann denke ich: Warum nicht? Vielleicht finde ich ja meiner Recherche den ultimativen Trick heraus, wie ich alles haben kann: Eine Familie, einen Haushalt, einen Job – und jede Menge Energie, um all das entspannt zu stemmen.
Einige Tage später sitze ich bei einer leckeren heißen Schokolade Annette Schwörer gegenüber. Die Hamburger Diplom-Pädagogin hat sich darauf spezialisiert, Menschen auf ihrem individuellen Weg zu innerer Ruhe und Kraft zu unterstützen - so habe ich es auf ihrer Website gelesen. Eine gesunde Balance zwischen Anstrengung und Entspannung zu finden, sei das ganze Geheimnis, sagt Frau Schwörer. Klingt einfach, ist im Alltag aber gar nicht so leicht umzusetzen, erst recht nicht als berufstätige Mutter zweier kleiner Kinder. Das weiß auch Frau Schwörer. Und sagt trotzdem ganz klar: Den Stress einfach auszuhalten, ist auch keine Lösung. Denn Stress bedeutet eben nicht nur, einfach ein bisschen viel auf einmal zu jonglieren. Sondern eine körperliche Belastung, die auf Dauer richtig krank machen kann. Ich denke an die vielen Momente, in denen mein Puls hochschnellt, weil mir einfach alles über den Kopf zu wachsen scheint, und rühre betroffen in meinem Kakao. Doch jetzt hat Frau Schwörer zum Glück noch eine richtig gute Nachricht auf Lager: Um mein persönliches Stresslevel zu senken und neue Kraftquellen zu erschließen, braucht es weder teure Kurse noch langes Training. Schon kleine Veränderungen im Alltag reichen, um immer wieder neue Energie zu tanken. Und das Beste: Ich kann sofort damit loslegen.
Die erste Energiequelle: Achtsam essen und trinken
„Na, wie schmeckt die heiße Schokolade?“, fragt Frau Schwörer. Sehr fein. Süß und cremig. Leider nehme ich das erst jetzt so richtig wahr, wo meine Tasse schon fast leer ist. Den Rest habe ich fast ohne es zu merken ausgetrunken, während ich zugehört und Notizen gemacht habe. Das sei ganz typisch, meint Frau Schwörer: Wir essen und trinken nebenbei und unterwegs, vor dem Bildschirm oder beim Zeitunglesen, achtlos und meist viel zu schnell. Dabei sind Lebensmittel unsere wichtigste Energiezufuhr! Was wir zu uns nehmen, hat unmittelbaren Einfluss auf unser Körpergefühl: Wer zu wenig trinkt, spürt zwar oft keinen Durst, fühlt sich aber matt und abgeschlagen. Zucker gibt hingegen einen richtigen Energie-Kick, der aber nicht lange anhält. Und ein warmes, in Ruhe genossenes Mittagessen trägt anders durch den Tag als ein zwischen Tür und Angel verschlungenes Sandwich. Und das hat nicht nur mit dem Nährwert zu tun. Mahlzeiten bewusst und ohne Ablenkung zu genießen, ist auch eine wichtige Kraftquelle im Alltag. Ich fühle mich ertappt: Das Frühstück fällt bei mir meistens aus, weil ich morgens keinen Bissen runterkriege. Kriege ich dann irgendwann Hunger, ist mein Mittagessen meist irgendein Fertiggericht. Während ich esse, läuft der Fernseher, weil es sonst so still ist. Immerhin: Abends essen wir alle vier zusammen, und das genieße ich dann auch. Doch jetzt probiere ich etwas Neues: Am Wochenende kochen wir dreifache Portionen und frieren die Reste ein. Aus diesem Vorrat bediene ich mich nun mittags unter der Woche. Ich setze mich an unseren Küchentisch und versuche, mich ganz bewusst darauf zu konzentrieren, wie mein Essen schmeckt, wie es riecht, wie es mich Gabel für Gabel sättigend. Fühlt sich ungewohnt an, aber gut. Und morgens gibt es für mich nun zumindest einen Tee und einen leckeren Smoothie.
Die zweite Energiequelle: Mehr Bewegung
Wer sich fit fühlen will, muss aktiv sein. So einfach ist das. Ich finde mich allerdings schon ziemlich aktiv – meine Töchter halten mich nämlich ganz schön auf Trab. Ich gehe mit ihnen in den Park, oder auf den Spielplatz, oder ins Schwimmbad. „Und schwimmen Sie dann da auch?“ Nein, natürlich nicht. Meine Kinder haben noch kein Seepferdchen. Heißt: Im Schwimmbad gehe ich durchs Nichtschwimmerbecken und halte zwei schwimmflügelflatternde Nachwuchs-Meerjungfrauen über Wasser. Welchen Sport ich denn dann mache? „Gewichtheben“, sage ich. Meine Dreijährige lässt sich nämlich nach dem Schwimmen gerne auf den Schultern nach Hause tragen. Doch die schnöde Wahrheit ist: Mit dem Sport und mir ist das so eine Sache. Unsere Beziehung zueinander ist, um es vorsichtig auszudrücken, belastet. Ich bewege mich zwar gerne, doch sobald es um irgendeine organisierte Leibesertüchtigung geht – Ballspiele, Leichtathletik, solche Dinge – klinke ich mich lieber aus, bevor meine Unsportlichkeit noch einer Mannschaft ihren Sieg kostet. Die Erleuchtung kommt mir dann ausgerechnet im Gemeindesaal der katholischen Kirche, wo ich meinen Töchtern beim Ballettunterricht zugucke. Fröhlich sehen sie aus und gelöst, und sie bewegen sich anscheinend genauso gerne zu Musik wie ich. Moment mal – warum tanzen eigentlich meist nur kleine Mädchen Ballett? Eine Woche später habe ich meine erste Ballettstunde seit über 15 Jahren – ohne Tütü, aber stilecht mit schwarzen Lederschläppchen. In meiner Gruppe: Lauter Frauen zwischen 20 und 60, viele davon Mütter, die einfach mal wieder was für sich tun wollen. Was haben wir für einen Spaß! Am Ende bin ich nass geschwitzt, spüre sämtliche Muskeln – und will unbedingt wiederkommen.
Die dritte Energiequelle: Neues wagen
Neue Essgewohnheiten, neues Hobby – ich bin ganz euphorisch, wohin mich meine Suche nach Energiequellen im Alltag geführt hat. Und genau dieses Glücksgefühl ist ein weiterer wichtiger Weg, Kraft zu tanken: Wer immer wieder etwas anderes probiert, statt in den ausgetretenen Pfaden zu bleiben, fühlt sich lebendiger. Der Grund: Jeder Reiz, den unser Gehirn noch nicht kennt, ist ihm eine willkommene Herausforderung. Denn wir Menschen sind dazu gemacht, lebenslang zu lernen. Tun wir das nicht, schalten wir innerlich auf Leerlauf, und genauso fühlen wir uns dann auch. Lernen wir aber etwas Neues, belohnt uns unser Gehirn, indem es Glückshormone ausschüttet, die uns dazu ermuntern sollen, noch mehr zu lernen. Ein Trick, der funktioniert: Nachdem mir das Ballett so viel Spaß macht, schnuppere ich nun auch in die anderen Kurse meiner Tanzschule hinein. Ob Tango oder Capoeira – ich probiere es einfach mal aus! Und auch mein Mann und ich nutzen die Abende, in denen unsere Babysitterin da ist, nicht mehr automatisch zum Kinobesuch, sondern gehen mal ins Konzert, mal in die lange Nacht der Museen, mal zum Schaufenstergucken in die glitzernde Shoppingwelt der Innenstadt, um die wir sonst einen weiten Bogen machen. Unsere neuste Entdeckung: Impro-Theater. Ein Riesenspaß zum Zugucken – und garantiert immer etwas Neues!
Die vierte Energiequelle: Erfolgserlebnisse
Dann kommt, ganz unverhofft, der Belastungstest. Diesmal ist es die Kleine, die krank wird. Ihre Erzieherin ruft aus dem Kindergarten an: Verdacht auf Magen-Darm-Grippe, bitte sofort abholen. Auf dem Rückweg bleibt dann plötzlich der Bus stehen: Motorenprobleme, alle aussteigen. Habe ich bereits erwähnt, dass mein Mann gerade wieder auf Geschäftsreise ist? Jedenfalls: Ich stehe also irgendwo im Nirgendwo und schiele auf die Uhr. In 20 Minuten muss die Große von der Schule abgeholt werden. Kein Taxi weit und breit, dafür ein immer blasser werdendes Kind, das flüstert: „Ich glaub‘, ich muss gleich spucken!“ Natürlich bin ich gestresst. Sehr sogar. Aber es ist kein verzweifelter, erschöpfter Stress, sondern ein produktiver. In Windeseile organisiere eine Schüssel für meine Kleine und eine Freundin, die die Große von der Schule abholen kann. Wir treffen uns dann vor unserer Haustür, ich stecke die Kleine ins Bett, die Große macht am Küchentisch ihre Hausaufgaben, und ich denke: Gut gemacht! Es ist ein Erfolg, der mich beflügelt, genau wie meine erste gelungene Pirouette beim Ballett. Sich einer schwierigen Aufgabe stellen und sie dann hinkriegen – auch das setzt ungeahnte Kräfte frei.
Um es ganz klar zu sagen: Ich finde mein Leben immer noch ziemlich oft ziemlich anstrengend. Alles andere wäre glaube ich auch unrealistisch, wenn der Tag morgens um halb sieben mit der vehementen Cornflakes-Forderung einer Dreijährigen beginnt und nach einer kleinen Weltreise zum Kindergarten und zurück, nach Stunden am Schreibtisch und auf dem Spielplatz, im Schwimmbad und im Supermarkt noch lange nicht vorbei ist. Auch in schlafe abends oft beim Vorlesen der Gute-Nacht-Geschichte ein, natürlich. Aber: Ich kann an jedem noch so anstrengenden Tag zwischendrin auch immer wieder neue Kraft schöpfen. Und brauche dafür im Zweifelsfall nichts anderes als zehn Minuten für mich und eine Tasse heißen, süßen Kakao.
II. Energie tanken – das hilft wirklich!
Die Kraft der Sonne: Der einfachste Weg zu mehr Energie lautet schlicht und einfach: Jeden Tag rausgehen. Der Grund: Sehen unsere Augen Tageslicht, setzen sich automatisch verschiedene biochemische Prozesse im Körper in Gang, die unseren Tag-Nacht-Rhythmus regulieren. Die Folge: „Wenn wir tagsüber viel Licht bekommen, schlafen wir nachts besser und sind am Tag wacher“, erklärt die Neurobiologin Mirjam Münch von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne. Für diesen Effekt genügt ein regelmäßiger einstündiger Spaziergang bei Tageslicht – das seine Wirkung selbst dann nicht verfehlt, wenn der Himmel wolkenverhangen ist.
Rituale für Große: Bei unseren Kindern achten wir ganz selbstverständlich darauf, dass sie nicht ohne ihr Abendritual ins Bett müssen. Denn wir wissen: Das beruhigt, entspannt und gibt Sicherheit. Grund genug, auch Rituale für Eltern einzuführen. Ob morgendliche Zeitungslektüre oder abendliches Tagebuchschreiben – wiederkehrende Abläufe lindern auch bei Erwachsenen den Stress.
Lob des Strickens: Optimal zum Krafttanken ist eine so genannte repetitive Tätigkeit, bei der die Hände etwas zu tun haben, ohne dass der Kopf ständig dabei sein muss. Sockenstricken gehört dazu. Während sich Masche an Masche reiht, können die Gedanken schweifen – oder ganz zur Ruhe kommen.
Auspowern mit Kind: Ein Sportkurs scheitert für viele Babymütter vor allem an einem Problem: Sie können oder wollen ihr Baby nicht allein lassen. Die Lösung: Kangatraining! Dabei trägt die Mutter ihr Baby nämlich – ganz ähnlich wie eine Kängurumama – direkt am Körper, während sie bei einem Fitnessprogramm speziell für Frauen nach einer Geburt Energie tankt. (www.kangatraining.com)
Auspowern ohne Kind: Klassische Fitness-Kurse für Frauen sind oft ziemlich spaßbefreit: Liegestützen, Sit-Ups, Hanteltraining – um dafür seinen einen freien Abend in der Woche dranzugeben, braucht es viel Selbstdisziplin. Anders beim Zumba: Hier wird getanzt, gelacht, gefeiert – und ganz nebenbei ein äußerst effektives Fitnesstraining gemacht. (www.zumba.com)
Meditation: Zur Ruhe kommen, die innere Mitte finden, neue Kraft schöpfen: So wunderbar wirkt Meditation. Für alle, die wenig Lust haben, sich mit der Theorie zu befassen, sondern einfach drauflos entspannen wollen, empfiehlt sich das Buch „Crashkurs Meditation“ von Maren Schneider. (GU, 14,99 Euro, mit CD).
Entspannungskurse: Wer von einem Profi lernt, wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung funktioniert, kann diese Entspannungstechniken ein Leben lang gezielt einsetzen, um Stresssituationen die Spitze zu nehmen. Der gesundheitsfördernde Effekt ist dabei nachgewiesen – deshalb erstatten gesetzliche Krankenkassen auch bis zu 80% der Kurskosten.
Soulfood: Schokolade macht glücklich. Aber nicht, weil sie winzige Mengen des Glückshormons Serotonin enthält (auch wenn das immer wieder behauptet wird). Sondern einfach, weil sie so gut schmeckt. Hirnscans zeigen: Essen wir etwas mit besonderem Genuss, wird in unserem Gehirn das Belohnungszentrum aktiviert – und das schenkt Energie. Heißt: Schokolade macht genauso glücklich wie jedes andere Lieblingsessen auch.
III. In die Tonne damit!
In die Tonne mit …
Aktionismus. Babyschwimmen, Mutter-Kind-Yoga, Musikgarten. Ständig auf Achse, bloß nicht zu spät kommen, und ja den Mittagsschlaf richtig timen. Wenn Muetter sich den Kalender so voll packen und ständig von Termin zu Termin hetzen, steckt oft ein ganz anderes Problem dahinter: Eine innere Leere, die durch permanentes Programm übertüncht warden soll. Die Folge: Immenser Stress, und zwar sowohl für die Mutter als auch fürs Kind. Das hilft: Einen Gang zurück schalten und sehen, woher die Rastlosigkeit tatsächlich rührt, vielleicht auch mit psychologischer Hilfe.
Selbstaufopferung. “Hauptsache, meinen Kindern geht es gut!” Vor allem Mütter tappen oft in die Falle, ihre eigenen Bedürfnisse stets hinten an zu stellen. Doch um im Alltag Energie zu haben, müssen wir uns immer auch gut um uns selbst kümmern –das kommt auch unseren Kindern zugute.
Handygedaddel. Simsen, surfen, spielen – damit überbrücken wir im Alltag oft selbst kleinste Pausen. Die wären für unseren Körper aber eigentlich zum Entspannen wichtig. Und das geht nur, wenn nicht dauernd neue Reize auf uns einstürmen.
Zigaretten. Rauchen entspannt, sagen Raucher. Doch die Wahrheit ist: Es fühlt sich nur entspannend an, weil das Verlangen nach der nächsten Zigarette den Körper stresst – und dann der erste Zug diesen Stress lindert. Wirklich fit macht aber nur eins: Aufhören!
Schlafmangel. Der Rat klingt für viele junge Eltern zynisch – schließlich würden sie ja gern mehr schlafen, wenn sie ihr Baby denn ließe. Doch Schlafmangel ist der Energiefresser schlechthin, weshalb Eltern gut daran tun, den eigenen Schlaf zur Priorität zu erklären. Also: Früh ins Bett gehen. Nah beim Baby schlafen, um nachts nicht aufstehen zu müssen. Und tagsüber mitschlafen, statt den Haushalt zu machen. Besonders gut schläft es sich übrigens in einem aufgeräumten Schlafzimmer bei gekipptem Fenster (so lange es draußen nicht gerade Minusgrade hat).
Chaos überall. Eine perfekt aufgeräumte Wohnung ist mit kleinen Kindern praktisch nicht zu haben. Doch wenn in jedem Raum Chaos herrscht, schlägt sich das oft aufs Wohlbefinden nieder – wo alles kreuz und quer herumliegt, lässt es sich für viele nur schwer entspannen. Gute Idee: Einen Raum zur kinderfreien Zone deklarieren, so dass man ab und zu die Unordnung einfach hinter sich lassen und sich dorthin zurückziehen kann.
Endlosgrübeln. Nachdenken ist eine gute Sache. Aber wenn sich abends die Gedanken in Endlosschleife drehen, kommt dabei meist keine Lösung heraus, sondern nur Stress. Gute Gegenstrategie: Sich jeden Gedanken als eine Wolke am Sommerhimmel vorstellen. Man sieht sie kommen, man guckt sie sich einmal genau an, und dann lässt man sie weiterziehen. Klingt ein bisschen albern, hilft aber tatsächlich.
Frustfuttern: Wer sich ausgebrannt fühlt, greift oft zu Süßigkeiten und Chips, um die innere Leere zu füllen. Und fühlt sich danach noch schlechter. Wirksame Gegenstrategie: Ungesunde Snacks nicht Großpackungen kaufen – wenn einfach nicht mehr als eine kleine Tüte Gummibären im Haus ist, kann auch der größte innere Schweinehund nichts ausrichten.




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